Kompar

(2011 m) 30.10.16
Von den Hagelhütten geht es aus dem Rißtal über die Hasentalalm und das Satteljoch auf einen schönen Aussichtsberg im Karwendel. Vom Gipfel hat man tolle Blicke hinunter auf den Großen Ahornboden sowie auf die Gamsjoch- und Falkengruppe und ins Vorkarwendel. Dabei wandern wir meist auf gutem Pfad. Zurück geht es dann im Bogen über die Plumsjochhütte zurück ins Tal.

Der Kompar
Kompar vom Sattel aus gesehen

Ausgangspunkt: 
Hinterriß / Risstal
Parkplatz Nr. 8 an den Haglhütten ( ca. 1070 m)
(Mautstraße 4,50, Stand 2016)
Zur Bildergalerie

Routenverlauf:
Parkplatz - Hasentalalm-Niederleger - Hasentalalm-Mitterleger - Hasentalalm-Hochleger - Kompar - Plumsjochhütte - Plumsjochstraße - Parkplatz

ca. 6 ¼ Std.
Tourenbeschreibung

Bei halbwegs gutem Herbstwanderwetter starten wir am Parkplatz Nr. 8 bei den Hagelhütten. Auf dem Wirtschaftsweg gehen wir vorbei an den Holzhütten südostwärts (Schild: Hasental, Satteljoch, Plumsjoch) in einem Linksbogen auf breitem Weg über eine Brücke. Über den Rissbach geht es dann in den lichten Wald hinein. An der Weggabelung direkt nach der Brücke schräg rechts weiter, zunächst in Richtung Plumsjochhütte. Etwa 5 Minuten später in moderater Steigung bergauf zur nächsten Verzweigung. Hier wandern wir auf einem guten und breiten Wirtschaftsweg nach links und folgen den Wegweiser (Hasentalalm, Kompar) in nordwestlicher Richtung deutlich steiler werdend bergan. Nach zwei Kehren gelangen wir auf freies Almgelände, welches auf dem Weg gequert wird und später in das Hasental hinein führt. Wir kreuzen in einer Rechtskurve den Hasentalbach bei einem kleinen Wasserfall . Bald darauf wird der Hasentalalm-Niederleger passiert. An der Hütte rechts vorbei und vor der Stallung scharf links hinauf auf einen zunächst schwach ausgeprägten Wiesenweg. Nach kaum 20 Metern vollzieht dieser einen Rechtsknick und leitet uns einen Grashang querend in eine lichtes Waldstück hinein. Spätestens ab hier ist die Wegfindung wieder problemlos. Der Pfad schlängelt sich in vielen Kehren durch das Hasental weiter teils steil bergauf, bis wir einen Wiesenrücken erreichen der uns zum Hasentalalm-Mitterleger hinauf bringt.
Am Hasentalalm-Mitterleger gehen wir rechts und über einen zunächst wieder undeutlichen Wiesenweg an der oberen Hütte vorbei. Kurze Zeit später führt der Weg in einem Linksknick in Richtung Nordosten und ist ab hier auch wieder deutlich zu erkennen. Nach einem weiteren Rechtsbogen und einige Kehren später steigen wir dem Hasentalalm-Hochleger entgegen. Hier queren wir oberhalb der Hütte in einem Linksbogen das Hasentalalm-Hochleger und steigen im Anschluss in mehreren Serpentinen zu einem Schilderbaum am Verbindungsrücken zwischen Kompar und Satteljoch auf. Dort halten wir uns links (Schild: Tölzer Hütte, Schafreuter, Kompar) und folgen dem Pfad nordwestwärts.
Eine latschenbewachsene Senke wird durchschritten und dann erreichen wir auch schon den Gipfelaufbau des Kompars. Nun leicht links haltend auf die markante Einsattelung zu (links des Gipfelaufbaus) weiter hinauf. Vom Sattel queren wir in westlicher Richtung in die Gipfelflanke des Kompars hinein. Nach kurzer Zeit gabelt sich der Weg, am besten auf dem linken (unteren) Weg bleiben, denn der obere nicht markierte und beschilderte Weg endet schnell im erodierten Nirgendwo. Den rot-weißen Markierungen folgend steigen wir zu einem schwach ausgeprägten Rücken hinauf. An der Latschenreihe führt der markierte und gut sichtbare Gipfelweg (kein Wegweiser) steil und schottrig hinauf zum höchsten Punkt am Kompar. Am Gipfel genießen wir natürlich bei einer Brotzeit einen tollen Blick hinunter zum Ahornboden, das Risstal mit dem Vorkarwendel, zur Lamsenspitze, zum Gamsjoch und zur nahen Falkengruppe mit dem Steinfalk. Im Nordosten steht prägnant im Vordergrund die benachbarte Mondscheinspitze. Bei Sonnenschein wäre der Blick gleich nochmal imposanter, doch man kann nicht alles haben.
Im Abstieg kehren wir in etwa 25 Minuten zurück zum Sattel zwischen Kompar und Satteljoch. Dort wandern wir geradeaus weiter und queren an der Südflanke des Satteljochs durch das Wiesengelände hinein in die Latschen. Wir gehen zwischen den Latschen hindurch und queren einen ersten kleinen Bachgraben und kurz darauf einen weiteren. Hier ist dann wohl auch die schwerste Kraxlstelle der Tour, die sich aber gut zu meistern lässt. Danach wandern wir ostwärts weiter durch die Latschengasse. Schon bald hat man die unterhalb des Plumssattels stehende Plumsjochhütte im Blick. Im stetem Auf und Ab queren wir weiter die latschenbewachsenen Ausläufer des Satteljochs und gelangen, bei nach und nach aufklarenden Wolken, auf eine Wiese. An einer Quelle halten wir uns rechts und gelangen in südöstlicher Richtung auf einem Wiesenpfad hinunter zur Plumsjochhütte, wo wir uns an einem der letzten offenen Tage in 2016 noch ein Stück Kuchen und eine Tasse Kaffee genehmigen. Auf der kleinen Bank oberhalb der Hütte lässt es sich prima in der nun doch noch strahlenden Sonne aushalten.
Für den Rückweg ins Tal gehen wir links an der Hütte vorbei und wandern kurz über den Wirtschaftsweg in einem Rechtsbogen zu einem Schilderbaum. Dort geht es nach rechts hinab und auf einem ausgeprägtem Pfad ein (Wegweiser „Hagelhütte, Eng“) hinunter. Der Pfad führt uns in südlicher Richtung teils steil bergab dem Rißtal entgegen. Nach einer ¾ Stunde und einigen gequerten Bachgräben mündet unser Pfad in einem breiten Wirtschaftsweg. Diesem folgen wir bergab, queren bald den Plumsbach und wandern danach weiter bis zu einem beschilderten Abzweig. Hier steigen wir nach rechts vom Fahrweg ab und folgen einem kleinen Pfad durch den Bergwald zügig hinunter zu den Hagelhütten, P8 und Hinterriß. Bald darauf dreht der Weg nach rechts und leitet uns nördlich in mehreren Kehren steil hinunter zum Plumsbach. Bei der Brücke überqueren wir den rauschenden Bach und wandern danach wieder wenige Meter bergan. Nach dem kurzen Aufstieg gelangen wir wieder auf die Forststraße. Die kennen wir bereits vom Aufstieg und folgen dieser nun zurück zum Parkplatz an den Hagelhütten.
Um kurz nach halb fünf endet nach insgesamt etwa 6¾ Stunden eine schöne und nicht all zu schwere Wanderung, die man auch mal wiederholen kann.

Blick vom Kompar nach Nordosten
Bergtour Kompar

zum Höhenprofil

zum 200° Gipfelpanorama

Charakter / Schwierigkeit:  
- meist guter und markiertes Wanderweg und Bergpfad  
- etwas Trittsicherheit und Schwindelfreiheit hilfreich
- Kondition für insgesamt ca. 1.180 Hm und rund 15 Km Wegstrecke 
- durch südseitige Lage im Sommer sehr warm

Ausrüstung: 
- Bergtourenausrüstung

Beste Jahreszeit:
Ende Mai bis Ende Oktober. 

[zurück]
^