2. Möglichkeit: ca. 8
Std.
Rasthütte Eng Alm - Binsalm - westl. Lamsenjoch - Lamsenjochhütte
- Brudertunnel - Lamsenspitze - Lamsenjochhütte - Binsalm
- Eng Alm
Tourenbeschreibung:
Wir erreichen um kurz nach 10 Uhr den Wanderparkplatz am Ende
des Falzthurntals an der Gramaialm (Hotel-/Gaststättenkomplex).
Rasch werden die Wanderstiefel geschnürt, der Rucksack
auf den Rücken gepackt und los geht´s. Zunächst
entlang des Touristenweges, vorbei an den kleineren Almhütten
und einem Streichelzoo, der sogar kleine Hängebauchschweine
hat.
Auf gekennzeichnetem Weg geht es bis zum Ende des Tals dann
weiter in großen Serpentinen in ca. 1½ Stunden
steil hinauf zur Lamsenjochhütte. So sind die ersten
Höhenmeter schnell überwunden und eine kleine Pause
auf der Hütte kommt gerade gelegen.
Frisch gestärkt geht es weiter in Richtung Klettersteig.
Dieser beginnt etwa 15 Minuten von der Hütte entfernt.
Zunächst führt eine kleine Rampe harmlos und unschwierig
einige Meter an der Steilwand entlang hinauf. Dann geht es
der Rinne folgend steil - um nicht zu sagen senkrecht - aufwärts.
Der 2003 sanierte Steig bietet neben den künstlichen
Tritthilfen meist auch genügend natürliche Griffe
und Tritte. So stehen wir nach ca. 25 Minuten vor dem oft
zitierten Naturtunnel. Dieser ist nicht einmal halb so lang
wie wir ihn uns durch andere Berichte vorgestellt hatten.
Auch die oft beschriebene Dunkelheit vermissen wir. Der Naturstollen
ist etwa 50 m lang und steigt am Ende senkrecht nach oben.
Dies ist eine der Schlüsselstellen des Steigs. Schaut
man bei vollem Sonnenlicht von oben in den Lamsentunnel (auch
Brudertunnel), dann guckt man in ein schwarzes Loch. Am besten
geht man diesen Steig von Nord nach Süd.
Nach dem Ausstieg führt der Weg in westl. Richtung weiter
zum 2. Teil des Steiges, der dann schließlich auf der
Lamsenspitze endet (ca. 30 Minuten). In anregender Kraxelei
geht es in etwa 25 Minuten hinauf zum Gipfel. Hier sollet
der Helm auf jeden Fall getragen werden, da durch die weiter
oben steigenden immer wieder Steine losgetreten werden. An
der Spitze angekommen bleibt uns nur die Zeit für einen
kurzen, schnellen Rundblick (ein Gewitter zieht von Westen
heran). Drei Fotos geschossen und schon steigen wir wieder
einmal sehr zügig hinab in die Mulde zwischen Brudertunnel
und Lamsenspitze.
Hier folgen wir dem kurzen Steig hinunter auf das Geröllfeld
unterhalb der Lamsenspitze. Das Abfahren im Geröll kann
eine Menge Spaß bereiten und gibt -nebenbei- schöne
weiße Schuhe ;-).
An der Lamsenjochhütte verschnaufen wir
ein wenig und genießen zu ´ner spritzigen Apfelschorle
unsere restlichen Vorräte. Gegen 17:00 machen wir uns
dann auf dem Aufstiegsweg wieder zurück zum Parkplatz
und können so dem immer näher kommenden Gewitter
noch rechtzeitig entkommen.
Eine herrliche Bergtour, bei der man die
Berge ringsum sehr gut beobachten kann. Zum Greifen nah liegen
im Norden das Sonnjoch, im Westen die Ödkar-, Birkar-
und östl. Karwendelspitze sowie südwestlich das
Bettelwurfmassiv.