Lamsenspitze (2508 m) 18.07.2004
 

 

Nach unschwierigem Aufstieg wartet ein schöner, mäßig schwieriger Klettersteig auf den ambitionierten Bergwanderer. Doch Vorsicht!!! Auch dieser Steig ist nicht zu unterschätzen, verlangt er doch Trittsicherheit und Schwindelfreiheit.

Die Lamsenspitze

Die Lamsenspitze von der Gramaialm aus gesehen.

  

 

Ausgangspunkt:
Von Pertisau (Achensee) zum Parkplatz am Ende des Falzthurntals
Grameialm (1281 m)

oder

Parkplatz Engalm am Ende des Engtals (Großer Ahornboden)

Bildergalerie  25  Bilder in extra Fenster 

 

Routenverlauf:
1. Möglichkeit:
ca. 6 Std.
Gramaialm - Gramaier Grund - Lamsenjochhütte - Brudertunnel - Lamsenspitze - Lamsenjochhütte - Gramaialm

2. Möglichkeit: ca. 8 Std.
Rasthütte Eng Alm - Binsalm - westl. Lamsenjoch - Lamsenjochhütte - Brudertunnel - Lamsenspitze - Lamsenjochhütte - Binsalm - Eng Alm

Tourenbeschreibung
:
Wir erreichen um kurz nach 10 Uhr den Wanderparkplatz am Ende des Falzthurntals an der Gramaialm (Hotel-/Gaststättenkomplex). Rasch werden die Wanderstiefel geschnürt, der Rucksack auf den Rücken gepackt und los geht´s. Zunächst entlang des Touristenweges, vorbei an den kleineren Almhütten und einem Streichelzoo, der sogar kleine Hängebauchschweine hat.
Auf gekennzeichnetem Weg geht es bis zum Ende des Tals dann weiter in großen Serpentinen in ca. 1½ Stunden steil hinauf zur Lamsenjochhütte. So sind die ersten Höhenmeter schnell überwunden und eine kleine Pause auf der Hütte kommt gerade gelegen.
Frisch gestärkt geht es weiter in Richtung Klettersteig. Dieser beginnt etwa 15 Minuten von der Hütte entfernt. Zunächst führt eine kleine Rampe harmlos und unschwierig einige Meter an der Steilwand entlang hinauf. Dann geht es der Rinne folgend steil - um nicht zu sagen senkrecht - aufwärts. Der 2003 sanierte Steig bietet neben den künstlichen Tritthilfen meist auch genügend natürliche Griffe und Tritte. So stehen wir nach ca. 25 Minuten vor dem oft zitierten Naturtunnel. Dieser ist nicht einmal halb so lang wie wir ihn uns durch andere Berichte vorgestellt hatten. Auch die oft beschriebene Dunkelheit vermissen wir. Der Naturstollen ist etwa 50 m lang und steigt am Ende senkrecht nach oben. Dies ist eine der Schlüsselstellen des Steigs. Schaut man bei vollem Sonnenlicht von oben in den Lamsentunnel (auch Brudertunnel), dann guckt man in ein schwarzes Loch. Am besten geht man diesen Steig von Nord nach Süd.
Nach dem Ausstieg führt der Weg in westl. Richtung weiter zum 2. Teil des Steiges, der dann schließlich auf der Lamsenspitze endet (ca. 30 Minuten). In anregender Kraxelei geht es in etwa 25 Minuten hinauf zum Gipfel. Hier sollet der Helm auf jeden Fall getragen werden, da durch die weiter oben steigenden immer wieder Steine losgetreten werden. An der Spitze angekommen bleibt uns nur die Zeit für einen kurzen, schnellen Rundblick (ein Gewitter zieht von Westen heran). Drei Fotos geschossen und schon steigen wir wieder einmal sehr zügig hinab in die Mulde zwischen Brudertunnel und Lamsenspitze.
Hier folgen wir dem kurzen Steig hinunter auf das Geröllfeld unterhalb der Lamsenspitze. Das Abfahren im Geröll kann eine Menge Spaß bereiten und gibt -nebenbei- schöne weiße Schuhe ;-).

An der Lamsenjochhütte verschnaufen wir ein wenig und genießen zu ´ner spritzigen Apfelschorle unsere restlichen Vorräte. Gegen 17:00 machen wir uns dann auf dem Aufstiegsweg wieder zurück zum Parkplatz und können so dem immer näher kommenden Gewitter noch rechtzeitig entkommen.

Eine herrliche Bergtour, bei der man die Berge ringsum sehr gut beobachten kann. Zum Greifen nah liegen im Norden das Sonnjoch, im Westen die Ödkar-, Birkar- und östl. Karwendelspitze sowie südwestlich das Bettelwurfmassiv.

Charakter / Schwierigkeit:   
 - gut gesicherter Steig
(in 2003 wurde der Steig saniert)
 -Trittsicherheit und absolute Schwindelfreiheit erforderlich
 - an einigen Stellen ausgesetzt
- gute Kondition  

Ausrüstung
- Klettersteig-Ausrüstung
(Helm, Handschuhe, komplettes Klettersteigset)

Beste Jahreszeit:
ende Juni bis Oktober 

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