Monte Piana und Monte Piano

(2324m und 2305m) 18.09.13
Eine einfache Wanderung führt uns heute auf einen geschichtsträchtigen Berg. Der Monte Piana ist ein 2.324 Meter hoher Plateauberg in den Sextener Dolomiten. Der Nordgipfel wird auch Monte Piano (2305 m) genannt.
Im 1. Welkrieg war dieser Berg schwer umkämpft. Die Österreicher saßen auf dem Nordteil, die Italiener auf dem Südteil des Bergs. Heute kann man auf gut angelegten Wegen wandern und dabei den atemberaubenden Ausblick genießen – die drei Zinnen, den Paternkofel, die Cadini di Misurina, den Sorapiss, den Cristallo, die Hohe Gaisl und viele weitere hat man fast ständig im Blick.

Blick auf Cap. Cardiucci - Monte Piana
Monte Piano

 

Ausgangspunkt:
Misurina, Shuttleparkplatz (ca. 1.760 m)
(Shuttlefahrt Hin/Rück €9,--/Stand 2013)

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Über das Gipfelplateau des Monte Piano verlief  während des 1.Weltkrieges die Frontlinie.  Auf der Nordkuppe kämpften die Kaiserjäger, während die Alpini die Südkuppe, den Monte Piana, hielten. Mehr als 14.000 Soldaten verloren allein an diesem Teil der Kriegsfront ihr Leben. Das Hochplateau ist heute ein Freilichtmuseum. Schützengräben, Stollen, Stacheldrahtverhaue und Bombentrichter zeugen von einem sinnlosen Stellungskrieg. 

Auf den Monte Piana führen drei Wege:

- Pionierweg durch die felsdurchsetzte Nordwestflanke
- Touristensteig im Südwesten
- vom Rifugio Bosi von Süden (am bequemsten)

Routenverlauf:
ca. 2 - 4 Std.
Auffahrt mit dem Shuttle - Rif. A. Bosi - Rundweg über beide Berge - Rif. A. Bosi - Rückfahrt mit dem Shuttle

Tourenbeschreibung:
Da wir es heuer ein wenig gemütlicher angehen lassen, fahren wir zunächst mit dem Shuttle-Jeep von Misurina zum Startpunkt der Tour zur A. Bosi Hütte (2206m). Von hier folgen wir kurz dem Fahrweg (Weg Nr. 122) hinauf auf das Plateau. Nach knapp 10 Minuten Gehzeit verlassen wir den breiten Weg und gehen auf einem schmalen Pfad (6A) nach links, der uns zu den ersten Laufgängen bzw. Schützengräben bringt. Der Weg wird später etwas ausgesetzt und man kann hi und da in alte Stellungen bzw. Unterstände krabbeln. Man kann sich nur schwer vorstellen, wie es um 1915-18 hier oben zuging, ist die Aussicht auf die umliegenden Berge einfach zu schön.
Weiter folgen wir dem Weg und den Beschilderungen, welche uns allmählich um den Monte Piana herum zur Engstelle führen und von dort auf die Nordseite (Monte Piano). Etwas oberhalb der engsten Stelle ist die Friedensglocke aufgebaut. Wir folgen weiter dem linken Weg (Nr. 6), der uns auf ehemals österreichischer Seite weiter durch bzw. über alte und teilweise verfallenen Schützengräben führt. Immer wieder entdeckt man alte Stellungen und Unterstände. Schon bald erreichen wir das Nordende des Plateaubergs (hier steht das Toblacher Kreuz) und wir folgen dem Weg wieder nach Süden. Es geht dabei immer wieder durch alte Stellungen zurück und auf den Weg 111. Erneut passieren wir die Engstelle zwischen Nord- und Südgipfel und gehen von dort links haltend in das dortige Stellungssystem. An dessen Ende wandern wir erst weglos, dann auf einem kleinen Pfad zurück zum Rifugio A. Bosi.
Eine einfache, interessante und mit tollen Aussichten gespickte Tour geht zu Ende. Bei klarem Wetter und damit guter Fernsicht sehr zu empfehlen.

360° Panorama am Cap. Cardiucci - Monte Piana.
Monte Piana 360° Panorama
Links die Cadin di Misurina, Spraris, Mt. Cristallo, Dürrenstein, Birkenkofel, Schusterplatte, Drei Zinnen und wieder die Cadin die Misurina.

Charakter / Schwierigkeit:  
- einfache Wanderug
- Trittsicherheit stellenweise hilfreich

Ausrüusrüstung
- komplette Wanderausrüstung

Beste Jahreszeit:
Ende Juni bis Anfang Oktober je nach dem wie die Schneeverhältnisse sind.

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