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Auch für den geübten Wanderer ist die Tour auf die Montscheinspitze eine kleine Herausforderung, da es doch oft recht steil und ausgesetzt auf- bzw. abwärts geht. Kraxeleien bis zum II Schwierigkeitsgrad sollte man beherrschen. Die Überschreitung als Rundtour ist auf jeden Fall ein Erlebnis. Die Montscheinspitze![]()
Ausgangspunkt:
Wanderparkplatz im Gerntal (ca. 1080 m)
(Mautgebühr 2009 ab Pertisau: €4,50) Bildergalerie 29 Bilder in extra Fenster
Routenverlauf:
Parkplatz - Heimgrube - Schleimssattel (1550 m) - Grünbichl - Montscheinspitze - Montscheinsenke (1800 m) - Plumsjoch (1920 m) - Plumssattel - Plumsjochhütte - Gernalm - Parkplatzca. 6 Std.
Tourenbeschreibung:
Gegen viertel vor zehn starten wir am Wanderparkplatz im Gerntal und folgen der Beschilderung nach Norden in Richtung Schleimssattel. Der breite und erst 2008 fertig ausgebaute Wirtschaftsweg geht oft steil aufwärts. Die Sonne tut ihr Übriges, um uns das Wasser nur so aus den Poren zu treiben. Nach einer Stunde erreichen wir den Schleimssattel, und es wird ein wenig flacher. Blickt man nach Westen, kann man neben dem Mantschen auch bereits einen Teil der Montscheinspitze erkennen. Also ist der Weiterweg klar, und wir folgen nun dem alten, leicht abfallenden Weg. Auf der rechten Seite der nun folgenden Senke liegt die Mantschalm. Wir bleiben aber auf der linken Seite, wo schon bald ein Pfad nach links abzweigt. Dieser bringt uns zunächst etwas unwegsam über die Hänge des Kelbergs hinauf auf einen breiten mit Latschen bewachsenen Rücken und weiter zum Grünbichl. Der Pfad wird immer schmaler, und schon bald stehen wir vor einer tiefen mit Altschnee gefüllten Rinne. Nach einem kurzen scharfen Abstieg queren wir die Rinne und steigen fast senkrecht in eine steile Wand ein. Wer hier Probleme hat, sollte nichts riskieren und umkehren. Der Abstieg wird nochmal deutlich schwieriger. Von nun an wechseln sich leichte Klettereien und steiles, gerölliges Gehgelände mit z. T. recht ausgesetzten Schrofen ab. Nach kaum 2½ Stunden stehen wir auf dem luftigen Gipfel der Montscheinspitze. Von hier oben hat man eine grandiose Sicht auf die umliegenden Berge.
Es folgt die obligatorische Brotzeit, bevor wir über den steilen Südrücken durch Schrofengelände absteigen. Es ist volle Konzentration gefordert, auch unsere Kletterfertigkeit wird nochmals in einer steilen Rinne geprüft. Danach geht es hinab in die Montscheinsenke. Von dort auf steilem Pfad hinauf auf das Plumsjoch. Doch wer nach Erklimmen des ersten Aufschwungs denkt, er sei oben - falsch, es geht nochmals ein wenig hinab, bevor es dann natürlich wieder steil hinauf auf das Plumsjoch geht.
Weiter geht es auf schmalem Bergpfad durch Latschen, später über Almwiesen hinab in den Plumssattel und von hier in wenigen Minuten auf dem Fahrweg hinunter zur Plumsjochhütte. Eine kleine, gemütliche und uralte Berghütte. Nach einer kurzen Pause ziehen wir weiter, zunächst wenige Meter dem Fahrweg folgend in Richtung Engtal. An der nächsten Verzweigung halten wir uns scharf links und folgen dem alten Karrenweg nach Norden. Bald kommen wir an einem Holzkreuz vorbei und treffen kurz darauf auf den Fahrweg, der uns wieder hinunter ins Gerntal bringt. Für einen Weg geht es recht steil abwärts, sodass wir doch recht zügig wieder im Tal sind. Weiter geht es vorbei an der Gernalm, zunächst ein paar Hundert Meter an der Straße entlang weiter talaus. An der Brücke gehen wir geradeaus und folgen einfach dem breiten Schotterweg, der uns dann direkt zum Ausgangspunkt der heutigen Tour bringt.
Die Überschreitung der Montschein- oder auch Mondscheinspitze ist eine sehr anspruchsvolle Bergwanderung. Es sind ausgesetzte Fels- und Geröllpassagen zu überwinden, und man sollte unbedingt Kletterfähigkeiten bis in den II Grad beherrschen. Alles in allem eine super schöne Tour.Blick von der Montscheinspitze nach Süden
Höhenprofil zur Tour
(öffnet neues Fenster)
Charakter / Schwierigkeit:
- mittelschwere bis schwere Bergtour
- Trittsicherheit und Schwindelfreiheit unbedingt erforerlich
- ein paar leichte Kletterstellen (I-II)
Ausrüstung:
- normale Bergwanderausrüstung
Beste Jahreszeit:
Ende Mai bis Ende Oktober[zurück]