Schachen (1876 m) 29.05.2005
 

 

Eine schöne und lange Wanderung führt durch die Partnachklamm und über den Kälbersteig hinauf zum Königshaus auf dem Schachen. Im Abstieg geht es - vorbei an einem sehr schönen Aussichtspunkt - steil, jedoch unspektakulär hinab ins Obereintal/Reintal.

Das Königshaus diente König Ludwig II. als Refugium während seiner Aufenthalte im Gebirge. Der hölzerne Ständerbau im Typus eines sog. "Schweizerhauses" weist im Erdgeschoss fünf Wohnräume mit Zirbelholzvertäfelung und historisierenden Elementen auf. Erbaut von 1869 - 1872 nach Plänen von Georg Dollmann auf der Schachenalpe bei Garmisch-Partenkirchen.
(Quelle:www.schloesser.bayern.de/deutsch/schloss/objekte/schachen.htm)

Das Königshaus auf dem Schachen

  Das geschlossene Königshaus auf dem Schachen

 

Ausgangspunkt: 
Parkplatz am Olympia Skistadion in Partenkirchen (ca. 700 m)

Bildergalerie  32 Bilder in extra Fenster 

 

Routenverlauf: 
Parkplatz - Partnachklamm - Kälbersteig - Schachenweg - Schachenhaus - Aussichtspunkt - Teufelsgsaß - Oberreintal - Reintal - Partnachklamm - Parkplatz

ca. 8 Std. 
Tourenbeschreibung:

Am Olympia Skistadion in Partenkirchen angekommen steigen wir rasch in unsere Wanderstiefel und machen uns gegen 08:30 Uhr auf den Weg zur Partnachklamm. Zunächst geht es auf breiter Fahrstraße der Klamm entgegen. So früh sind noch nicht viele Touristen unterwegs, und so genießen wir einen herrlichen Frühlingsmorgen. Nach etwa 45 Minuten stehen wir am Eingang der Klamm. Dort kaufen wir uns einen "Passierschein", und weiter geht es durch die enge, aber nicht allzu lange Schlucht. In beeindruckender Weise und mit lautem Getöse stürzt das Wasser talwärts. Die Klamm ist nach einer knappen viertel Stunde passiert. Wir gehen den Weg hinaus aus der engen Schlucht weiter und folgen der Beschilderung in Richtung Schachen/Meilerhütte/Kälbersteig. Schon bald queren wir den Ferchenbach nahe der Einmündung in die Partnach.
Bis hier war es eher eine gemütliche Wanderung, schon eher ein Spaziergang. Nach der Überquerung des Wirtschaftsweges, kurz hinter der Brücke, ändert sich das ganz schnell. Ein Schild weist uns den Weg zum Kälbersteig, und schon geht es über kräftige Holzleitern steil aufwärts. Wir können uns nicht vorstellen, dass hier jemals Kälber auf- oder abwärts getrieben wurden und haben absolut keine Ahnung, woher der Kälbersteig seinen Namen hat. Egal. Mäßig steil bis steil zeigt uns der meist gut zu erkennende Weg die Richtung. Auf etwa 1200 Hm quert man den Weg (von Elmau kommend), folgt diesem einige hundert Meter weiter und verschwindet wieder kurz im Wettersteinwald, bevor er nochmals auf etwa 1450 Hm überquert wird. Auf etwa 1700 Hm treffen wir auf den Schachenweg, dieser nur leicht ansteigende Weg führt uns hinauf bis zum Schachenhaus.
Gegen 12:15 haben wir unser heutiges Ziel, den Schachen und das Königshaus, erreicht. Das Wetter ist herrlich, die Sonne brennt vom Himmel, und so gibt es die verdiente Brotzeit auf den Eingangsstufen zum Königshaus. Im Schatten wird es dann doch etwas zu ungemütlich, sodass wir später noch eine gute dreiviertel Stunde auf einer Bank in der Sonne sitzen und einfach die tolle Aussicht genießen.
Da für den späten Nachmittag eine deutliche Wetterverschlechterung angekündigt ist, machen wir uns gegen ½ 2 Uhr an den Abstieg. Vorbei am Aussichtspunkt, von dem aus man einen phantastischen Blick ins Reintal und Oberreintal hat, geht es zum sog. Teufelsgsaß. Hier geht es in steilen Serpentinen, vorbei an einem kleinen Wasserfall, zunächst hinab ins Oberreintal (ca. 500 Hm). Nachdem der Reintalbach überquert ist, folgen wir dem Pfad weiter steil hinunter in das Reintal (ca. 300Hm). Dort wo der Pfad dann flacher wird, ist man dann im Reintal angekommen, und es gilt nur noch entlang der Partnach hinab in Richtung Klamm zu wandern. Auf etwa 1000 Hm wird der Pfad, der über Reintalangerhütte und Knorrhüttte hinauf zur Zugspitze führt, zu einem breiten Wirtschaftsweg. Von hier aus liegen noch etwa 4 Km vor uns, bis wir wieder auf den Aufstigesweg vom Vormittag (Einstieg Kälbersteig) treffen. Von dort führt uns dann der Weg wie im Aufstieg durch die Klamm zurück zum Parkplatz am Olympia Eisstadion.
Eine schöne Tagestour mit grandiosem Ausblick in die Reintäler bis hinüber übers Platt auf die Wetterspitzen, den Hochblassen, Hoher Gaif und die Alpspitze.

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Reintal und Oberreintal - Schachen
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zum Höhenprofil

Charakter / Schwierigkeit:  
- Aufstieg einfach
- Abstieg erfordert Trittsicherheit und Schwindelfreiheit  
- etwas Kondition  

Ausrüstung 

normale Bergwanderausrüstung

Beste Jahreszeit:

ende Mai bis Ende Oktober 

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