Schöttelkarspitze und Seinskopf

(2050 m, 1961 m) 30.06.13
Eine lange und abwechslungsreiche Bergtour führt von Krün über das Soirenhaus auf die Schöttelkarspitze. Bei entsprechendem Wetter hat man von hier eine grandiose Rundumsicht auf die benachbarten Berge.
Man wandert auf alten, königlichen Pfaden. König Ludwig II. hatte Gefallen an den beiden kleinen türkisblauen Seen auf rund 1600 m und deshalb ließ er sich dort eine Hütte errichten.
Ab der Fischbach-Alm wandern wir über den "Lakaiensteig" zum Soiernhaus.

Die Schöttelkarspitze vom Feldernkreuz aus gesehen
Schöttelkarspitze

 
Ausgangspunkt: 
Wanderparkplatz in Krün an der Isar
ca. 860 m
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Routenverlauf: 
Wanderparkplatz - Fischbachalm - Lakeiensteig - Soiernhaus - Schöttelkarspitze - Feldernkreuz - Seinskopf - Schafkehre - Felsköpfl - Felsnhüttl - Schwarzkopf - Wanderparkplatz

ca. 6 ½ Std.
Tourenbeschreibung:
Los geht es am Parkplatz in Krün. Zunächst queren wir die Isar und halten uns direkt nach der Brücke links. Dort folgen wir dem breiten Fahrweg (in nordöstliche Richtung) zunächst flach, später steil ansteigend, hinauf zur Fischbachalm. An der Alm wählen wir den schmalen Pfad, der rechts vom Weg abzweigt. Der sogenannte Lakaiensteig bringt uns hinüber zum Soiernhaus. Dabei wandern wir durch die Flanken von Ochsenstaffel und Schöttelkopf und erreichen nach knapp 2 ½ Stunden das Soiernhaus. Heute ist, bei eher schlechtem und sehr kühlem Wetter, wenig los und so hocken wir uns für einen Kaffee und ein Stück Kuchen kurz in die warme Stube.
Nach einer kurzen Pause geht es auch schon weiter und wir folgen dem markierten Wanderweg entlang des Ostkammes der Schöttelkarspitze nach Westen. Der recht breite Weg (Reiterweg von König Ludwig II.) wird immer steiler und zieht schließlich in zahlreichen Kehren zum Gipfelkreuz der Schöttelkarspitze hinauf. Je weiter wir aufsteigen, desto unfreundlicher wird das Wetter. Die Wolken kommen immer weiter herunter, an Fernsicht ist nicht zu denken und kurz darauf sind wir mitten in den Wolken. Eigentlich belohnt der Gipfel mit einem großartigen Rundblick, doch nicht heute. Es ist nasskalt hier oben und so verputzen wir nur flugs eine kleine Brotzeit und machen uns direkt an den Abstieg. Hierzu wandern wir kurz über den Aufstiegsweg zurück, an der Verzweigung knapp unterhalb des Gipfels marschieren wir nach rechts, um den Gipfel nach Südwesten herum und hinüber zum Feldernkreuz. Der Weg dorthin ist stellenweise etwas ausgesetzt. Vom Feldernkreuz geht es auf einem einfachen Pfad -südlich des Grates- nach Westen hinab zur Schafkehre. Die Sicht wird langsam besser und so haben wir allmählich schöne Ausblicke auf Teile der nördlichen Karwendelkette, Wetterstein und Estergebirge.
Von der Schafkehre geht es nochmals gut 50 Hm hinauf auf den Seinskopf. Ein letzter Rundblick, dann beginnt der steile Abstieg nach Norden. In unzähligen Serpentinen geht es hinunter zum Felsenköpfl. Bald treffen wir auf einen querenden Weg, in diesen biegen wir nach links ein (nach rechts geht es über den Herzogsteig) und steigen auf diesem Weg nun steil ins Tal hinab. Auf etwa 1200 m kommen wir an einer netten Bank vorbei und beschließen, da nun auch das Wetter wieder perfekt ist, unsere Brotzeit nachzuholen. So rasten wir für eine ganze Weile, genießen die wärmende Sonne und futtern unsere Rucksäcke leer.
Nun dem Pfad weiter talwärts folgen und an der nächsten Verzweigung rechts halten. Dort zunächst noch über einen Pfad der in einen Weg übergeht weiter talwärts wandern. An der darauf folgenden Kreuzung halten wir uns erneut rechts und marschieren dem Felsengraben folgend hinunter in Richtung Isar (Man kann auch den linken Weg nehmen, dieser führt dann entlang des Hüttlegrabens zurück nach Krün).
Das Flussbett in Sichtweite, halten wir uns, im Talboden angekommen, links und folgen dem Weg zurück zur Isarbrücke. Diesen queren wir und erreichen kurz darauf wieder den Ausgangspunkt der Tour. Die Runde über Schöttelkarspitze ist eine mittelschwere und abwechslungsreiche Bergtour für den geübten Bergwanderer. Für uns nur schade, dass heute keine Sicht vom Gipfel vorhanden war. So werden wir diese Runde nochmal angehen, in der Hoffnung die viel beschriebene Aussicht dann auch genießen zu können.

Panoramablick auf die Soiernseen
Blick auf Soiernseen

 


Charakter / Schwierigkeit: 
 
- mittelschwere Bergtour 
- Trittsicherheit und Schwindelfreiheit für den Lakeiensteig und die Überschreitung sehr hilfreich

Ausrüstung:
- normale Bergwanderausrüstung
 
Beste Jahreszeit:
Ende Mai bis Ende Oktober 

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