Soiernspitze, Reißende-Lahn-Spitze, Feldernkopf, Schöttelkarspitze und Seinskopf
(2257 m, 2209 m, 2071 m, 2050 m, 1961 m) 16.07.09
 

 

Wer eine Tour hinauf zum Soiernhaus unternimmt, der wandert auf alten, königlichen Pfaden. König Ludwig II. hatte Gefallen an den beiden kleinen türkisblauen Seen auf ~ 1600 m gefunden und ließ sich deshalb dort eine Hütte errichten.
Ab der Fischbach-Alm stehen zwei Aufstiegswege zur Verfügung. Der spannendere ist der "Lakeiensteig". Noch prickelnder wird dann der Weiterweg hinauf auf die Soiernspitze. Und wer Lust und die Kondition hat kann die ganze Soiernrunde machen.
Soiernspitze aus der Reißenden-Lahn-Scharte
Soierenspitze
 

Ausgangspunkt: 
Wanderparkplatz in Krün an der Isar
ca. 880 m

Bildergalerie   27 Bilder in extra Fenster  

 

Routenverlauf: 
Wanderparkplatz - Fischbachalm - Lakeiensteig - Soiernhaus - Soiernsee - Reißende Lahn-Scharte - Reißende Lahn-Spitze - Feldernkopf - Feldernkreuz - Felsköpfl - Wanderparkplatz

ca. 8 ½ Std.  
Tourenbeschreibung:
Bei herrlichem Sommerwetter starten wir am Parkplatz in Krün und queren zunächst die Isar. Direkt danach halten wir uns links und folgen dem breiten Fahrweg (in nordöstliche Richtung) zunächst flach, später ansteigend, hinauf zur Fischbachalm. Hier hat man nun die Wahl. Entweder weiter auf dem Fahrweg (ehem. königlicher Reiterweg) durch das Tälchen leicht hinab zum Hundsstall oder deutlich interessanter über den Lakeiensteig durch die lange Flanke hinüber zum Soiernhaus. Wir nehmen den Lakeiensteig, der uns auf schmalem Pfad durch die Flanken von Ochsenstaffel und Schöttelkopf führt. Nach knapp 2 ½ Stunden erreichen wir das Soiernhaus. Hier wird noch der Kuchen für die Nachmittagsgäste vorbereitet, weshalb es bereits wie in einer Backstube duftet.
Eine kurze Pause und dann geht es auch schon weiter. Hinter der Hütte zunächst hinab an die Soiern-Seen. Vorbei an der zweiten kleinen Hütte und zwischen den Seen hindurch hinauf in den Soiern-Kessel. Zunächst führt der Weg noch in Serpentinen durch wenige Latschen, dann durch Wiesengelände direkt in das mächtige Schotter- und Geröllfeld unterhalb der Soiernspitze. Immer mit Blick auf die Scharte geht es nun steil bergan. Wenige Markierungen und Trittspuren weisen den Weg. Langsam scheint das Wetter umzuschlagen, die Soiernspitze ist bereits von Wolken verhüllt. In der Scharte angekommen hätte man eine phantastische Aussicht auf das Karwendelgebirge, doch auch hier sind alle Gipfel von Wolken bedeckt, deren Farbe nach und nach in ein dunkles Grau wechselt. So entscheiden wir, die Soiernspitze, im wahrsten Sinne des Wortes, links liegen zu lassen und gehen nach rechts (westlich) über einen schmalen Pfad unter der Reißenden Lahn-Spitze und dem Feldernkopf vorbei hinüber in Richtung Schöttelkarspitze. Am Feldenkreuz kann man in wenigen Minuten hinauf auf die Schöttelkarspitze, doch das Grollen und die dunklen Wolken, die vom Estergebirge zu uns herüberziehen, lassen uns auch diesen Gipfel nicht mitnehmen. So ziehen wir weiter, zunächst einige Meter absteigend, zum Seinskopf. In unzählige Serpentinen geht es dann meist sehr steil hinab übers Felsenköpfl zurück nach Krün. An der ersten Wegverzweigung erwischt uns dann doch ein kurzer heftiger Regenschauer. Doch eine alte mächtige Tanne bietet uns einen guten Regenschutz. Für den weiteren Abstieg wählen wir den Weg nach links und folgen diesem weiter hinab, bis wir auf den Fahrweg stoßen. Diesen queren wir und folgen der Beschilderung zurück zum Ausgangspunkt der Tour, der kurz darauf erreicht wird.

Die Soiernrunde ist eine zünftige Unternehmung für geübte Bergwanderer mit ausreichend Kondition. Bei weniger tief hängenden Wolken auch sicherlich eine sehr aussichtsreiche Bergtour.

Panoramablick vom Lakeiensteig
Blick vom Lakeiensteig


zum Höhenprofil


Charakter / Schwierigkeit: 
 
- einfache bis mittelschwere Bergtour 
- Trittsicherheit und Schwindelfreiheit für den Lakeiensteig und die Umrundung sehr hilfreich

Ausrüstung:
- normale Bergwanderausrüstung
 

Beste Jahreszeit:
Ende Mai bis Ende Oktober 

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