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Geigelstein

(1808 m) 31.01.2010
Eine bei Skitouristen beliebte und auch für Schneeschuhwanderer schöne Tour führt mäßig schwierig hinauf auf den Geigelstein, einen schönen Aussichtsberg in den Chiemgauer Alpen.
Nach den Mühen des Aufstiegs kann man in der Priener Hütte einkehren und sich die mühsam verbrannten Kalorien bei den mächtigen Portionen leicht wieder hinzufuttern. Die Hütte ist fast ganzjährig bewirtschaftet.
Das Gipfelkreuz und die kleine Kapelle am Geigelstein
Geigelstein Gipfel
 

Ausgangspunkt: 
Parkplatz in Sachrang
(ca. 740 m, € 2,00 Parkgebühr p.T.)

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Routenverlauf: 
Parkplatz - Oberkaseralm - Geigelstein - Priener Hütte - zurück über den Aufstiegsweg nach Sachrang

ca. 6 ¼ Std.
Tourenbeschreibung

Vom Parkplatz aus queren wir die Langlaufloipe und folgen der meist geräumten Forststraße (wird auch als Rodelbahn benutzt) und der Beschilderung in Richtung Priener Hütte. Vorbei an den Häusern Berger Ried geht es weiter hinauf in den Talgraben. Hier über ein Brücklein den Graben queren und  nach etwa 700 m kann man einen Abkürzer (Markierung an einem Baumstumpf - Weg 3 / 14 / 20) nach rechts durch den lichten Wald nehmen. Bleibt man hingegen auf dem Fahrweg, führt der Weg ein wenig weiter in nördl. Richtung leicht bergauf und knickt dann scharf nach rechts, wieder nach Süden führend, ab. An der folgenden Kreuzung führen beide Wege wieder zusammen. Nun halten wir uns an den nach rechts weiterführenden Weg (meist Spuren) hinauf zum Geigelstein.
Auf ca. 1100 Hm zweigt ein Pfad nach links ab, den wir auch für den Aufstieg wählen. Nach rechts geht der Weg weiter durch den Laubergraben, der später wieder unseren Weg kreuzt. Kurz geht es noch durch den herrlich verschneiten Wald, bevor wir eine freie und steile Fläche hinauf zu ein paar Almhütten queren. Hinter den Hütten treffen wir wieder auf den Fahrweg aus dem Tal, kreuzen diesen erneut und nehmen die Abkürzung über freie Fläche. An deren Ende erreichen wir wieder den Weg und auf diesem geht es weiter in östl. Richtung. In diesem Stück kommt, was kommen muss, wenn Schneeschuhwanderer auf Skitouristen treffen....  Wir verstehen nicht, warum manch Skitourist der Meinung ist, dass die Berge im Winter ausschließlich ihnen vorbehalten sein sollen...ist denn nicht genug Platz für alle am Berg? 
Nach einem knappen Kilometer zweigt der Weg nach links über die verfallene Wirtsalm und die Schreckalm zur Mühlhornwand (alternative Route auf den Geigelstein) ab. Wir bleiben jedoch noch auf dem Weg und gehen erst am nächsten Schilderbaum nach links, um einem Pfad hinauf in Richtung Oberkaseralm zu folgen. Es geht erst kurz durch ein Wäldchen und dann über eine kleine freie Fläche (nördlich), an deren Ende wir nicht hinab in die Senke  steigen, sondern ohne Höhenverlust einen weiten Rechtsbogen nach Westen gehen. Dann geht es wieder kurz bergan und wir kreuzen den Sommerweg, der von der Sulzingalm kommt. Nun geradeaus weiter und vorbei an der Oberkaseralm und unter dem Wandspitz hindurch in den Sattel zwischen Wandspitz und Geigelstein. Hier nun bekommt man den heute eisigen Wind voll zu spüren. Obwohl wir mächtig kämpfen und dadurch eigentlich richtig warm haben sollten, ist es unangenehm kalt. Vorteil ist aber, dass man glaubt, der Wind würde einen zumindest ein klein wenig den Berg hinaufschieben ;-). Auf dem Sattel geht es nun in engen Serpentinen noch die letzten Meter steil hinauf. Von einer Spur ist aber nichts zu erkennen, denn hier rutschen die Skitouristen kreuz und quer irgendwie durch die Botanik wieder vom Gipfel runter. Und die, die sich von den Schneeschuhgängern gestört fühlen, jagen sogar mitten durch die Latschen, obwohl zu Beginn des Aufstiegs extra darauf hingewiesen wird, genau das nicht zu tun....
Nun stehen wir nach etwa 3 Stunden Aufstieg am Gipfelkreuz bei der winzigen Kapelle auf dem Geigelstein. Es ist so kalt, dass es nur für ein paar Bilder, eine Tasse Tee und eine weitere Jacke reicht. Innerhalb von Minuten zieht die Kälte in einen hinein, sodass man eigentlich nur schnell weg von hier möchte. Bei besseren Bedingungen sicherlich ein herrlicher Gipfel, der dann aber sicherlich noch stärker angelaufen wird. Heute waren wir mind. 20 Mann/Frau zeitgleich auf dem Gipfel.
Schnell geht es nun über den Aufstiegsweg hinab in die Senke, von dort über die weite Fläche hinab in Richtung Bergwachthütte und weiter zur Priener Hütte. Kaum sind wir aus dem Wind, lassen sich die Temperaturen auch wieder aushalten, zumal die Sonne auch immer länger hinter den Wolken hervorlugt.
In der Priener Hütte gibt es erstmal eine ausgiebige Brotzeit, bevor wir uns entlang des Fahrwegs zurück zum Ausgangspunkt der Tour machen. Im Abstieg können wir teilweise den herrlichen Pulverschnee genießen und lassen es auf den freien Flächen, die wir vom Aufstieg kennen, mächtig stäuben.
Diese oft begangene Tour ist nichts für den, der die Einsamkeit liebt. Vor allem bei besten Tourenbedingungen ist der Berg doch für viele ein perfektes Ziel für eine schöne Tagestour.

Panoramablick auf den Geigelstein
Geigelstein

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Charakter / Schwierigkeit:
 - einfache bis mittelschwere Schneeschuhwanderung
- kaum steile Stellen

Ausrüstung:
- komplette Lawinenausrüstung
- Teleskopstöcke

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