Routenverlauf:
Parkplatz - Finzbachtal - Soiernkreuz - Krüner Alm -
Lochtal Alm - Michelfeld/Krüner Steig - Oberer Rißkopf
Weilheimer Hütte - Krottenkopf - zurück auf dem
Aufstiegsweg
ca. 11½ Std.
Tourenbeschreibung:
Eine lange anstrengende Tour liegt
vor uns, und so starten wir drei wie geplant am Wanderparkplatz
in Krün um kurz nach 9 mit schwerem Gepäck. Neben
ausreichend Proviant kommt auch noch ein Schlafsack zu der
sonst üblichen Ausrüstung dazu. Jeder von uns hat
etwa 12 Kilo auf dem Buckel, und so wackeln wir mit unseren
dicken und schweren Rucksäcken durch Krün in Richtung
Finzbachtal. Es ist herrliches Wetter, weshalb wir uns fast
ein wenig ärgern, nicht früher aufgebrochen zu sein.
Aber was soll´s.
Nachdem wir den Ortsrand hinter uns gelassen haben, führt
der Weg zunächst über die Freifläche gegen
den Wald. Am Wald angekommen geht es leicht bergab hinunter
und durch den ausgetrockneten Finzbach. Nun folgen wir dem
breiten Weg weiter bis hinauf zu der Spitzkehre am Soiernkreuz.
Ungefähr eine Stunde nach Aufbruch verlassen wir an dieser
Stelle den Fahrweg und folgen dem Bergpfad oberhalb des Altgrabens.
Nur langsam steigt der Weg an, teilweise geht es fast eben
dahin. Doch einfach ist das heute trotzdem nicht. Der Schnee
ist nass und schwer. Die vorhandenen Spuren sind völlig
aufgeweicht, sodass wir, obwohl wir Schneeschuhe unter den
Füßen haben, mit den schweren Rucksäcken ordentlich
kämpfen müssen. Nach etwa 2½ Stunden folgt
eine Spitzkehre, ab der der Pfad steiler ansteigt und nach
etwa 500 Metern auf den Fahrweg trifft, der von der Wildbädermoos
Diensthütte kommt. Diesem Weg folgen wir ca. 800 m in
westl. Richtung. Auf ca. 1480m verlassen wir den Weg und steigen
steil unterhalb der Schroffen etwa 100 m auf, bevor wir nach
links hinüber zur Krüner Alm queren. Bei leichtem
Schneefall erreichen wir die Alm etwa 5 Stunden (mit kleinen
Pausen) nach unserem Start in Krün. Hier gibt es nun
endlich eine verdiente Brotzeit. Der schwere Schnee ist ganz
schön anstrengend. Mit Genuss verzehren wir einen Teil
der mitgebrachten Sachen.
Das Wetter zieht immer weiter zu, weshalb der Krottenkopf,
der von hier aus gut zu sehen sein müsste, für uns
dennoch im Schneetreiben verborgen bleibt. Nach 45 Minuten
ziehen wir, bei stärkerem Schneefall, nordwärts
unterhalb des Klaffen weiter in Richtung Lochtal Alm. !!In
diesem Abschnitt besteht schnell Lawinengefahr!! Es schneit
immer heftiger, und wir entschließen uns etwa 200 m
vor der Alm zum Abbruch der Krottenkopftour. Es hat in einer
¾ Stunde gute 10 cm Schnee hingeworfen, und wir können
nicht abschätzen, was noch alles runterkommt. Also, kehrt
Marsch und in derselben Spur zunächst zurück zur
Krüner Alm, wo wir noch eine Teepause einlegen. An der
Alm angekommen lässt der Schneefall allmählich nach
und wir können noch einen Blick auf den Krottenkopfgipfel
werfen.
Es folgt der Abstieg über den Aufstiegsweg. Da der Schnee
sehr feucht ist, "stollen" die Schneeschuhe ein
wenig, und so wird der Abstieg zu einem ordentlicher Kraftakt.
Zudem dämmert es allmählich, doch die Stirnlampen
erweisen sich als sehr hilfreich.
Fast 10½ Stunden nach dem Start heute früh erreichen
wir wieder ziemlich kaputt unser Auto. Eine lange und -nicht
nur durch den schweren Schnee- anstrengende Tour geht zu Ende.
Wir werden nächsten Winter wiederkommen.
Gesamtgehzeit:
- ca. 10:33 Std. (Aufstieg ca. 6,5 Std.)
Schwierigkeit:
- mittel-schwere Schneeschuhwanderung
- Orientierungsinn im mittleren Teil der Tour
- bei schlechter Sicht nicht zu empfehlen
- 2 Stellen Lawienengefährdet
Ausrüstung:
- komplette Lawinenausrüstung
- Schneeschuhe
- Teleskopstöcke
- Schlafsack und alles was man zum Übernachten benötigt
- Proviant