Wörner / Wörner Spitze

(2476m ) 15.07.2007
Bei dieser nicht ganz einfachen Bergtour hinauf zur Wörner-Spitze wird man mit einem tollen Rundblick, vor allem in das Karwendel, belohnt. Eine phantastische Sache, wenn man sich bei Kraxeleien bis in den II. Grad wohl fühlt und eine gute Kondition mitbringt. Versicherungen und Tritthilfen findet man hier nicht. Hinweistafel am Einstieg
Hinweistafel am Einstieg zum Aufstieg  - auf den Wörnersattel.
 
Ausgangspunkt: 
Parkplatz an der Kaserne in Mittenwald
(unter der B2 hindurch!)
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Routenverlauf: 
Parkplatz - Hochlandhütte - Wörnersattel - Wörnerspitze - Wörnersattel - Hochlandhütte - Parkplatz

ca. 8 Std. 
Tourenbeschreibung:

Für heute sind hochsommerliche Temperaturen angekündigt. Also haben wir uns zeitig in München auf die Reise gemacht, sodass wir vor der großen Hitze den Einstieg erreicht haben. Wir starten um zwanzig nach Acht vom Parkplatz und gehen über Hochlandhütte und Wörnersattel in ca. 2½ Stunden zum Einstieg den Normalweg hinauf zum Wörner (Beschreibung für den Aufstieg siehe hier).

Vom Wörnersattel geht es dann zunächst über eine kurze steile Stufe auf die linke Flanke des Wörners. Hier führt ein ausreichend markierter Weg über viele Serpentinen und zwischendurch leichte Kraxeleien auf etwa 2200 Meter. Nun queren wir unter dem Gipfel über einige Bergrippen, zum Teil steil abwärts fallend, bis in die große Rinne. Immer wieder müssen wir die Hände zu Hilfe nehmen. In der Rinne geht es zunächst steil aufwärts, und hier ist ein wenig Kletterfertigkeit sehr hilfreich. Am Ende der Rinne quert man, nun endlich das Gipfelkreuz in Sicht, wieder in Richtung Gipfel. Dabei geht es steil zur Sache. Das macht richtig Spaß, und man bemerkt irgendwie gar nicht, wie steil es aufwärts geht und wie anstrengend es doch ist. Sogar das Photographieren vergisst man dabei. Etwa 2 ½ Stunden, nachdem wir die Hochlandhütte verlassen hatten, stehen wir auf dem Gipfel. WOW!, was für ne tolle Aussicht. Freie Sicht auf das Karwendel, Wetterstein und Estergebirge.
Wir konnten die Aussicht und unsere Brotzeit nicht wirklich genießen, da außer uns beiden nur noch ein paar hundert fliegenähnliche Viecher den Gipfel bevölkerten. Also haben wir nur kurz die Reserven aufgefüllt und sind nach kaum 30 Minuten Gipfelrast wieder abgestiegen.
Über den Aufstiegsweg "gehen" wir zurück zur Hochlandhütte und gönnen uns dort im Schatten großer Sonnenschirme eine längere Pause und zwei kühle Radler! Nun nur noch den Weg hinab ins Tal (über den Aufstiegsweg), und eine super tolle Tagesbergtour geht zu Ende.
Wer Spaß an anspruchvollen Bergtouren (ab Wörnersattel absolut keine Wanderung mehr) hat, die auch nicht so überlaufen sind, ist am Wörner bestens aufgehoben.

Blick vom der Wörnerspitze auf das Karwendel
Wörner

Charakter / Schwierigkeit: 
- schwere Bergwanderung
- Kletterstellen bis II. Grad
- Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich
- gute Kondition

Ausrüstung: 
- normale Bergwanderausrüstung

Beste Jahreszeit:
Ende Juni bis Ende September (je nach Schneelage)

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