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GR 20 Refuge de Petra Piana - Refuge de L'Onda - Vizzavona

21.06.2006
8. Etappe

Länge: 18,5 Km
vorgegebene Gehzeit: 10:00 Std.
Unsere Gesamtzeit mit Pausen: 10:28
Gesamtaufstieg: 1.118 Hm
Gesamtabstieg: -1.994 Hm
Höhenmeter sind kumuliert
Der lange Weg am letzten Tourentag
Der lange Weg am letzten Tourentag

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Die Etappen

  Calenzana-Piobbu Piobbu-Carrozzu Carrozzu-Haut Asco Haut Asco-Berg. de Ballone

  Berg. de Ballone-Verghio — Verghio-Manganu — Manganu-Petra Piana

Petra Piana-L'Onda-Vizzavona

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Tourenbeschreibung:
Heute wollen wir es wissen, zusammen mit den beiden Düsseldorfern (Peter und Kalle aus Marl) nehmen wir heute eine doppelte Tour in Angriff. Es steht uns also ein langer Tag bevor. Wir wollen die 8. Etappe (Variante über die alte Route des GR 20) und die 9. Etappe zusammenfassen und den Abend dann in Vizzavona ausklingen lassen.
Abmarsch ist um 06:20. Petra Piana verlassen wir in westl. Richtung und folgen dem alten GR 20. Bereits nach wenigen Metern biegt der GR 20 nach Südosten ab, wir orientieren uns von da an bis nach L'Onda an den gelben Markierungen und gehen weiter nach Südwesten hinunter zum Bocca Maganello. Von hier geht es dem Pfad folgend mäßig Steil hinauf zum Pointe Murace. Nun unschwierig dem Kammverlauf folgend zum Pointe de Pinzi Corbibi. Es folgt ein steiler Abstieg hinab zum Bocca a Metaund, bevor es wieder steil und unwegsam mit ein wenig Kletterei dem Capu a Meta entgegen geht. Nach der Überschreitung des Rückens gehen wir jedoch nicht hinauf auf den höchsten Punkt des Bergkamms, sondern halten uns ein wenig unterhalb dessen und queren in östl. Richtung die Bergwiese, bis sich die Pfadspuren zusehends mit vielen anderen Trampelpfaden kreuzen. Nun sucht man sich seinen Weg am besten selber und steigt über die steile Wiese hinab in Richtung Refuge L'Onda zum Bocca d 'Oreccia. Nun noch ein kleiner Aufschwung und man kann von oben auf das Refuge schauen. Wir legen unsere Rucksäcke bei einem riesigen Felsbrocken ab und gehen zusammen mit Peter (Kalle bewacht die Rucksäcke) etwa 70 Hm hinab zur Bergeries, um Käse und Brot zu kaufen und um die Wasservorräte für den nächsten Anstieg zu füllen.
Im Refuge angekommen sind wir froh, dass wir uns für eine Doppeletappe entschieden haben. Es wirkt alles sehr heruntergekommen und verdreckt. Es stinkt auch ätzend nach Pferde-, Schweine- und Eselmist. Der Zaun um den Zeltbereich hält zum einen die Schweine von den Zelten fern, zum anderen hält es auch zwei Pferde drin, die Ihre "Äpfel" natürlich überall verteilen. Die sanitären Einrichtungen sind sehr provisorisch. EIN Schlauch für Dusche und Klo!
Nachdem die Flaschen gefüllt und Käse und Brot gekauft sind, gehen wir zunächst wieder zu unseren Rucksäcken, bevor wir uns an den letzten Aufstig unserer Korsikatour machen. Rund 600 Hm liegen noch vor uns, aufwärts! Doch wir sind überrascht, wie angenehm dieser doch recht steile Bergkamm zu gehen ist. Der Weg führt auch nicht über so viele felsige oder geröllige Abschnitte. Als wir dann nach 2 Stunden bereits auf dem Pointe Muratello stehen, haben wir uns eine ordentliche Brotzeit verdient, haben wir doch heute bereits ca. 1100 Hm erstiegen.
So genießen wir in der, langsam hinter den Wolken herausschauenden, Sommersonne den frischen Bergkäse und das Brot aus der Bergeries L'Onda. Jetzt fehlt nur noch ein Glas Rotwein :), aber dann wäre der Abstieg nach Vizzavona sicher problematisch.
Eine gute ¾ Stunde später starten wir dann bei immer stärker werdener Sonneneinstrahlung den Abstieg in das Agnone-Tal. Es folgt was wir bereits von den anderen Abstiegen her kennen. In der für die Tour (bis hier her) typischen Art geht der "Weg" durch viel holpriges und gerölliges Gelände. Die Markierungen führen uns nach Osten gegen den Monte d'Oro, bevor sie uns dann nach rechts (südl.) ins Tal bringen, wo wir über Blöcke und große glatte Felsplatten schnell an Höhe verlieren. Als wir auf etwa 1500 Hm sind, hat die Sonne die Wolken gänzlich verdrängt und wir bekommen die Hitze voll zu spüren. Die ersten Buchen spenden uns ein wenig Schatten und so kann man es doch ganz gut aushalten. Allmählich stehen die Bäume dichter und man kann von einem Wald sprechen. Bald trifft man den Agnone-Bach, dieser wird mehrmals gequert, bevor man dann auf der linken Seite des Baches bis zur Toretto Brücke (1410m), dann rechts des Baches weiter durch den Buchenwald hinab zu den berühmten Wasserfällen (Cascade des Anglaises) absteigt. An der Toretto Brücke befinden sich wunderschöne Badegumpen.
Der Bach liegt nun auf der linken Seite und für die nächste Stunde bleibt das auch so. Etwas zäh zieht sich der Weg nun weiter in Richtung Cascade des Anglaises. Allmählich merkt man, dass wir uns der Zivilisation wieder nähern. Kommen uns doch immer mehr Turnschuhtouristen entgegen. Spätestens jedoch an den Cascades des Anglaises, dort steht eine Kiosk mit einem lauten und stinkenden Dieselgenerator, ist man wieder zurück aus der Natur.
Etwas Verwirrung stiften die vielen Schilder. Wer den Schildern folgt, gelangt über die Variante in etwa 30 Minuten auf den Col de Vizzavona. Wer nach Vizzavona möchte, sollte die Brücke am Kiosk queren und dann dem Weg weiter abwärts folgen. Bald wird dieser zu einer Forststraße. An der ersten Gabelung halten wir uns rechts, an der zweiten links und und folgen wenig später dann dem Fußweg zum "Gare Vizzavona". Noch einmal ein wenig bergauf und dann sieht man den Ortsrand von Vizzavona bereits. Nun nur noch bis zur ersten Kreuzung und hier links die Straße hinab ins "Zentrum". Man erkennt schon bald den Bahnhof und das Refuge in Vizzavona. Links am Bahnhof vorbei geht es auf den ... na ja, Campingplatz. Dieses trostlose Betonfeld ist dafür aber kostenlos. Einen anderen Platz zum Zelten gibt es leider nicht! :(. Kleiner Tipp: man sollte ganz schnell viele Steine suchen, Heringe lassen sich nämlich nicht in die Betondecke stecken...

Eine anstrengende aber super tolle Tour geht für uns zu Ende. Wir freuen uns auf die Dusche im Bahnhof und das Essen mit den anderen heute Abend. . . . . . . . . . .


Der Campingplatz muss ein alter Parkplatz o.ä. gewesen sein. Man hat hier nur die Oberfläche zertrümmert, sodass die Zeltze nicht ganz auf dem harten Beton stehen. Heringe bekommt man keine in den Boden.

Das WC befindet sich im Bahnhof, es war nicht sehr sauber. Waschräume oder Ähnliches gibt es nicht. Im Restaurant (wenn man dort Essen geht) sind die Toiletten in Ordnung.

Gegen € 2,00 bekommt man den Schlüssel für die Dusche. Nicht unbedingt sauber, dafür aber richtig heiß.

Die Source ist der vorbeifließende Bach.

Das Essen im Bahnhofs-Restaurant ist hervorragend und die Preise sind o.K. In dem dazugehörigen kleinen Laden kann man so ziemlich alles kaufen, was der Wanderer für Unterwegs benötigt (zu den üblichen Refuge-Preisen). Gut ist, dass man im Laden wie auch im Restaurant mit EC bzw. Kreditkarte bezahlen kann. Einen Geldautomaten sucht man vergebens in Vizzavona

Die Tickets für die Weiterfahrt sollte man kaufen, sobald der Schalter im Bahnhof geöffnet hat (gerne auch am Vorabend). Manchmal überlegen sich die Besitzer nämlich, dass man den Schalter auch mal eben zwischendurch schließen könnte.

Theoretisch kann man im Bahnhof auch mit Karte zahlen - bei uns war aber leider das Kartenlese-Gerät kaputt.

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