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Riffelscharte

(2161m) 19.7.2003
Ein schöner Klettersteig nahe der Zug- und Alp- spitze. Er lässt erahnen, was einen erwartet, wenn man auf die "großen" Berge nebenan klettern will. Zu Beginn etwas übervölkert; Biegt man kurz vor der Klamm jedoch in den Stangensteig ein, ist man schnell wieder allein. Der Abstieg lässt herrliche Tiefblicke auf den Eibsee zu.  

Die Riffelscharte 
Bildmitte die Zugspitze, rechts die Riffelscharte
Lange Bergwanderung mit Blick auf Alpspitze und Zugspitze

 
Ausgangspunkt: 
Wanderparkplatz in Hammersbach
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Routenverlauf:
Parkplatz Hammersbach - Höllentalklamm (2,50 € Erw. 1,50 € Kinder, AV-Mitgl. 1,00 €) - Höllentalangerhütte - Riffelscharte - (evtl. Riffeltorkopf und Südliche Riffelspitze) - Bhf. Riffelscharten  - Eibsee  - zurück zum Parkplatz in Hammersbach 

Kurz vor der Klamm kann man auch über den Stangensteig zur Höllentalangerhütte wandern. Deutlich weniger Verkehr und eine 73 m hohe Brücke über die Schlucht. (!!Schwindelfreiheit erforderlich!!)

ca. 9 Std.
Tourenbeschreibung:

Heute steht die Riffelspitze auf dem Plan. Gegen 08:45 Uhr starten wir am völlig überfüllten Parkplatz in Hammersbach (753m) und sind gespannt, welche Völkerscharen uns auf der Tour noch begegnen werden. Vom Parkplatz geht es ein kurzes Stück entlang der Straße und dann rechts abzweigend entlang des Hammerbaches zur Klamm. Es sind doch bereits einige Wanderer aktiv. 
Etwa 5 Minuten bevor wir das Kassenhäuschen direkt am Eingang zur Höllentalklamm (1054m) erreichen, führt uns ein Bergpfad auf den Stangensteig. Dieser ist in einem sehr guten Zustand (die Sanierung scheint nicht lange her zu sein). An senkrechten Felsabstürzen geht es, an zwei alten Schutz-/ Ausweichstollen vorbei, zügig nach oben. Bald haben wir die Brücke erricht und genießen den Blick in die Tiefe. In einigen engen Kehren folgen wir den Pfad weiter. An seinem Ende trifft er auf den Weg, der aus der Klamm herausführt. Von hier aus geht es in wenigen Minuten zur Höllentalangerhütte (1379m).  An der Hütte angekommen, fragen wir uns, wo der Weg zur Scharte eigentlich weitergeht.  Ein Weg ist von hier aus beim besten Willen (ohne Fernglas) nicht auszumachen. Doch zuerst muss wieder mal eine Apfelschorle den Durst löschen. Erfrischt folgen wir der Beschilderung zur Riffelscharte und nehmen den Weg bis in den hintersten Talgrund (ca.40 Min.). Hier sollte man Acht geben, dass man den Weg an der Gabelung (ca. 1600m) nach rechts durch die z. T. mit Latschen bewachsene Wand auf die Scharte nicht verfehlt. Die Beschilderung ist eher spärlich. -... man versieht sich schnell und steht vor der "Leiter" zur Zugspitze-  
Wir folgen einigen steilen, mit Drahtseil gesicherten, Passagen. Schaut man aufsteigend nach links (Westen), erkennt man das "Brett". Nach einer zweiten gesicherten Passage erreichen wir die unterste Mulde des Riffelkars. Weiter geht es (links halten an der Abzweigung) über die nächste Mulde zur Scharte (2161m). Gegen 12.30 Uhr angekommen, gönnen wir uns bei traumhaftem Wetter und hochsommerlichen Temperaturen eine Brotzeit. Bei der Hitze ist der Durst besonders groß und unsere Getränkevorräte nehmen schnell ab.  Von der Scharte aus hat man bei diesem Wetter eine phantastische Sicht auf Eibsee, Ammergauer Alpen, Allgäu und Wettersteingebirge. Auch heute hat sich Bergkühlschrank wieder einmal bewährt. Die Schokolade und der Käse sind schön kalt. 

Nach einer ausgiebigen Rast brechen wir auf und folgen dem Trampelpfad wenige Meter bergauf bis zum ersten Drahtseil. Nun folgt ein steiler Abstieg in das große Schuttkar des Riffelriß. Weiter immer an der Wand entlang den Trittspuren durch das Geröll folgen. Unter der Zugspitzseilbahn durch und auf Serpentinen durch Latschenkiefern dem Weg bis zur Gabelung folgen. Unbedingt links halten und in Richtung "RS" (rote Markierung auf dem Stein an der Weggabelung) zur Haltestelle Riffelriß (1639m) der Zugspitz Zahnradbahn gehen. Der weitere Abstieg Richtung Eibsee führt über unspannende Skipisten und Waldwege und macht nicht so richtig Spaß. Zudem ist die Beschilderung bzw. Markierung eher schlecht. Spätestens in Eibsee sollte man die Bahn für die restliche Strecke nach Hammersbach nehmen (2,40€ je Erw.) Der Weg zu Fuß zieht sich noch mal ordentlich in die Länge, und man sollte sich einen schönen Tag nicht von den letzten Metern mies machen lassen. Wer dennoch zu Fuß weiter möchte, nimmt den Nordsteig -hierfür ca. 2 1/2 Stunden zusätzlich einplanen-.

Die Aussicht von der Höllentalangerhütte
Panoramablick - von der Höllentalangerhütte auf Riffelscharte und Zugspitze

Charakter / Schwierigkeit:
- kurzer gesicherter, im Abstieg steiler Steig 
-Trittsicherheit und Schwindelfreiheit unbedingt erforderlich 
- Stellenweise ausgesetzt
- bei Nebel oder Schnee Orientierung schwierig
- Teilweise schlecht markiert
- man ist permanent der Sonne ausgesetzt, deshalb unbedingt Sonnenschutz  und ausreichend Getränke mitnehmen

Ausrüstung 
normale BergwanderAusrüstung evtl. Klettersteig-Ausrüstung mit Helm

Beste Jahreszeit:
Ende Mai bis Ende September

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