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Heimgarten

(1791 m) 25.01.2020

Mit einer einfachen bis mittelschweren Schneeschuhtour bzw. Winterwanderung lässt sich der 1791 m Heimgarten prima von Ohlstadt aus besteigen. Als Rundtour mit Abstieg über das Rauheck wird diese Bergfahrt zu einem besonderen Schmankerl. Der in den Walchen- und Kochelseebergen der Bayerischen Voralpen gelegene Heimgarten bietet beste Ausblicke, auf die umliegenden Berggipfel sowie das Bayerische Voralpenland.
Der Heimgarten
Heimgarten vom Rauheck.
Ausgangspunkt:
Ohlstadt
Wanderparkplatz Heimgartenstraße (ca. 720 m)

Routenverlauf:
Parkplatz - Bärenfleckhütte - Heimgartengrat - Heimgarten - Heimgartengrat - Rauheck - Buchrain - Wankalm - Kriegerdenkmal am Ramm - Skipiste - Kaltwasserlaine - Parkplatz

ca. 7 Std.
Tourenbeschreibung
Wir starten am Wanderparkplatz am Ende der Heimgartenstraße in Ohlstadt, folgen dort der Forststraße ostwärts an den Waldrand. Hier hat es den ersten Wegweiser, der uns die Richtung zum Heimgarten vorgibt und so wandern wir zunächst auf einem guten und breiten Forstweg (Nr. 441) in den Wald hinein. Kaum fünf Minuten später erreichen wir eine Weggabelung. Dort rechtshaltend weiter in Richtung Heimgarten und Rauheck. Kurz darauf folgt die nächste Gabelung, an der wir nun den linken, oberen Weg einschlagen (gelber Wegweiser "Heimgarten"). Die folgenden Abzweigungen ignorieren wir zunächst und bleiben "stur" auf dem Weg 441. Auf ca. 1000 m folgt eine beschilderte Kreuzung. Dort biegen wir scharf links ab in Richtung Heimgarten, Rauheck und folgen dem Weg hinauf. Nach einem Rechtsbogen verlassen wir den Forstweg nach rechts (Wegweiser "Heimgarten") und wandern nun durch einen Hohlweg über mit Schnee bedeckte Stufen bergan. Der teilweise recht ruppige Pfad leitet uns über einen bewaldeten Bergrücken und bringt uns nach gut wenigen Minuten zu einer Forststraße zurück. Diese überqueren wir und setzten unseren Aufstieg über den holprigen Weg durch den Wald fort. Später mündet dieser Pfad wieder in einer weiteren Forststraße. Hier treffen wir auf eine große Kreuzung. Normal wäre der Weg nun geradeaus ("Weg Nr. 441, Heimgarten über Bärenfleckhütte") doch der Weg durch den Schwarzraingraben ist zur Zeit (Winter 2020, Erdrutsch) gesperrt. So nehmen wir den Weg nach links und wandern nordöstlich in Richtung Kaseralm. Etwa 400 m später folgt eine Gabelung, hier halten wir uns rechts und folgen dem Weg hinunter in einen Graben, queren diesen und steigen nun steiler auf einem breiten Weg hinauf. An den folgenden beiden Abzweigen einfach weiter geradeaus danach folgt die Querung des Schwarzraingrabens. Kurz nach dem Graben weisen uns die Schilder den Weg nach Links und ein Pfad und einige Spuren im Schnee leiten uns direkt an die Bärenfleckhütte, eine Selbstversorgerhütte der DAV-Sektion Murnau. Die dicken Bänke vor der Hütte laden zu einer kurzen Teepause ein, bevor wir den weiteren Anstieg unter die Sohlen nehmen.
Nach der kurzen Rast folgen wir dem Bergpfad durch die Latschengasse nach Südeosten. Da bereits einige Winterwanderer, Schneeschuhgänger und Skitouristen vor uns hier hinauf sind, ist der Aufstieg deutlich einfacher - ein kräftezehrendes Spuren entfällt. Bei ~ 1400 m zweigt nach rechts der direkte Pfad zum Rauheck ab. Hier ist in diesem Winter wohl noch niemand aufgestiegen. Wir bleiben also auf dem gespurten Weg und erreichen nach unzähligen Serpentinen den Heimgartengrat. Hier nun nach links über den breiten Rücken weiter nach Osten hinauf zum bereits einsehbaren Gipfel und der Heimgartenhütte (priv. Berggasthütte, meist ab Mitte Mai bis 3. Sonntag im Okt. geöffnet). Die Wegfindung ist auch hier ohne die ausgetretene Spur recht einfach und so können wir fast bequem die letzten ~ 200 Hm hinauf auf den Heimgarten Gipfel in Angriff nehmen. Die Latschengasse ist großzügig freigeschnitten und führt direkt hinauf an das Heimgarten Haus. Am Abzweig zur Kaseralm bleiben wir auf dem Weg, der uns in einem Rechtsbogen weiter empor leitet.
Nach etwa 3 ½ Stunden Gehzeit stehen wir bei grau bedecktem Himmel am großen Gipfelkreuz des Heimgarten. Eisiger Wind lässt eine wirklich gemütliche Gipfelrast nicht zu und die Aussicht in die Bayerischen Voralpen... na ja, man kann nicht immer Kaiserwetter haben, dennoch gönnen wir uns eine Brotzeit.
Für den Abstieg wählen wir den Weg über den Nordrücken des Heimgarten. Kurz wandern und stapfen wir über den bereits teilweise ausgeaperten Bergrücken hinunter an die Verzweigung zur Kaseralm. Dort überlegen wir kurz, ob wir hier hinuntersteigen sollen, doch wir verwerfen den Gedanken schnell und wandern auf dem Herweg zurück an den Abzweig, der uns im Aufstieg auf den Heimgartengrat gebracht hat. Hier folgen wir nicht weiter unseren herweg, sondern bleiben geardeaus und folgen dem breiten Gratrücken weiter in westliche Richtung. Da ab hier nur ein paar Spuren (von 2-3 Personen) gelegt sind und hier nun doch ordentlich Schnee liegt, können wir endliche unsere Schneeschuhe anlegen. Die Spuren im Schnee enden schon bald, noch bevor der flache Weg an Höhe verliert. Auf einer kleinen freien Fläche halten wir uns etwas rechts, suchen einen Weg der uns an den Grat zurück führt und treffen bald auf einen Wegweiser. Die grobe Richtung stimmt also, doch einen Weg lässt sich nicht erkennen. Wir halten uns weiter an die "Gratschneide", stapfen immer etwas unterhalb von dieser weiter nach West/Nordwest und sieh da wir kommen am Abzweig hinunter zur Bärenfleckhütte vorbei. Weiter in der Richtung bleibend erreichen wir kurz darauf die freie Fläche unterhalb des Rauhecks. Diese, teils tief verschneite Wiese, geht es nun hinauf und das Rauheck mit Gipfelkreuz ist erreicht. Dort ist eine Art Fernrohr montiert, dass beim Durchschauen eine Sichtgerade mit 3 Kirchtürme und 1 Gipfelkreuz zeigt.
Vom Rauheck wandern wir weiter nach Westen und kommen auf dem Weg in Richtung Buchrain an einem weiteren Gipfelkreuz auf einer kleinen Anhöhe vorbei. Danach ist Schluss mit Schneeschuhgegen. Immer größer werden die schneefreien Abschnitte. Nach und nach fällt dieser Schneid steiler ab und fast am Ende treffen wir auf das Gipfelkreuz am Buchrain. Von hier hat man ebenfalls einen guten Blick hinunter auf Ohlstadt. Vom Buchrain führt der Weg nun steil nach Süden hinunter an die Wankalm. Dort wandern wir nach Westen und folgen einen steilen, ruppigen und teils eisigem Bergpfad hinunter nach Ohlstadt. Auf 1070 m dreht der Pfad plötzlich nach Norden ein und führt zumnehmend besser werdend, doch steil bleibend weiter ins Tal hinab. Zweimal queren wir eine Forststraße, bevor wir auf dieser aus dem Wald hinaus spazieren. Bei verlassen das Waldes biegen wir nach der Schranke scharf rechts ab und folgen dem Weg vorbei an einen Kriegerdenkmal hinüber zur Liftstation am Ramm. Hinter dieser vorbei durch einen kleinen Durchlass kurz steil hinunter an die Kaltwasserlaine. Nun weiter talwärts entlang und über die Fußgängerbrücke zurück zum Startpunkt in Ohlstadt.
Hier endet nach ~7 Stunden und etwa 13 Km Wegstrecke eine aussichtsreiche und mit dem Rauheckgrat abwechslungsreiche Winter- und Schneeschuhwanderung in den Bayerischen Voralpen.

Blick vom Heimgarten nach Norden
360° Panorama am Rabenkopf

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Charakter / Schwierigkeit:
- einfache bis mittelschwere Schneeschuhtour bzw. Winterwanderung  
- Kondition für ~7 Stunden und ca. 13 Km

Ausrüstung:
- Schneeschuhtourenausrüstung